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Berühmte Gäste am Fuße des Rosengartens


Kaiserin Elisabeth von Österreich und Königin von Ungarn, auch Sisi genannt, verbrachte im August des Jahres 1897 einen längeren Erholungsurlaub im Grand Hotel Karezza. Sie unternahm ausgedehnte Ausflüge durch die nähere Umgebung. Vom Hotel aus wanderte sie gerne zum Zenay-Hof. Ihr zu Ehren nennt man diesen Spazierweg heute „Elisabethpromenade“ (Nr. 6) an deren Ende eine Gedenktafel erstellt wurde. Fast genau ein Jahr später wurde Sisi in Genf Opfer eines Mordanschlages.

Der 1854 in Wien geborene Theodor Christomannos hatte in Meran eine Rechtsanwaltkanzlei und war Schriftführer des ehemaligen Deutsch-Östereichischen Alpenvereins. Da dieser die Chance der ärmlichen Südtiroler Bergbevölkerung in den Tourismus erkannte, gründete er den „Verein für Alpenhotels“.. Das Grand Hotel Karezza wurde von den „Verein für Alpenhotels“ vorangetrieben und erbaut.
Sein eigentliches Lebenswerk ist jedoch der Ausbau der Dolomitenstrasse von Welschnofen nach Cortina.
Dem 1911 verstorbenen Theodor Christomannos wurde am Fuße des Rosengartens mit einen 3 m hohen Bronzeadler ein Denkmal gesetzt. Im Latemar ist der 2800m hohe Christomannosturm nach ihm benannt.

In der Zwischenkriegszeit war das Grand Hotel Karezza besonders stark von angloamerikanischen Gästen frequentiert. Einer der bekanntesten Gäste des Hotels war der englische Maler E.T. Compton. Ein von ihm gemaltes Bild (das Motiv zeigt die höchste Erhebung Südtirols – den Ortler im Vinschgau) kann heute noch im großen Habsburgersaal des Grand Hotel Karezza bewundert werden. Leider wäre das Bild renovierbedürftig und es scheint wohl, dass die vielen Besitzer den Wert des Werkes nicht einschätzen konnten.

Im August 1949 weilte der englische Premierminister Sir Winston Churchill mit seiner Gemahlin in Karer-See. Dank herrlichen Wetters konnte der Geschichte schreibende Politiker seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Er begab sich mehrmals zum Karersee, an dessen Ufer er sich zum Malen niederließ.
Auch der damalige britische Gesundheitsminister Mr. Bevan weilte für einen längeren Aufenthalt in Karersee

Die in vielen Sprachen übersetzte Kriminalautorin Agatha Christie verbrachte in der Zwischenkriegszeit mehrere Wochen in der Ortschaft Karer-See.
Sie ließ sich von der Landschaft bei ihrem Roman „The big Four“ (Pirot und die vier Großen) inspirieren. Der Kriminalfall findet seine Lösung im „Labyrinth“, ein bekanntes Bergsturzgebiet unterhalb der Latemar-Spitze.

Ein großer Freund und Bewunderer der herrlichen Bergwelt am Karersee war der bekannte Volks- und Reise-Schriftsteller Karl May.
Mit seiner Frau Klara unternahm er 1902 zum ersten mal eine Fahrt durch das Eggental zum Karersee. 1911 traf er zu einem längeren Sommeraufenthalt in Karersee ein.
In seinen Romanen beschriebenen Örtlichkeiten lassen einige Inspirationen des Schriftstellers in Karersee erkennen: Das imaginäre Land des Tschamikun ist wohl das Tschamintal; der Kurierpass der Karerpass; in den „Schluchten des Balkan“ finden wir das „Tschamintal“ und das „Tal des Sackes“ (Eisacktal?)


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